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Luxemburgisch/Deutsch - kontrastiv

Es ist das Ziel des Seminars, einen grundlegenden Überblick über das grammatische System des Luxemburgischen zu erhalten, indem ein Vergleich mit dem Standarddeutschen unternommen wird. Obwohl es sich bei beiden um germanische Sprachen handelt, die zudem eine sprachhistorische und strukturelle Nähe zueinander aufweisen, lassen sich eine Reihe von Phänomenen entdecken, die auf eine massive Auseinanderentwicklung hindeuten. Ausgehend vom ‚Handbuch der deutschen Grammatik’ von Hentschel/Weydt (Berlin, New York 22003) sollen Grammatikausschnitte für das Luxemburgische erstellt werden, die in einem folgenden Schritt auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede überprüft werden.

Mögliche Themenkomplexe sind z.B. das Artikelsystem, die Adjektivflexion, die Pluralbildung der Nomen, die Verteilung der Genera im Lexikon, die Ausnutzung von Wortbildungsverfahren (vgl. z.B. das Fehlen von –bar-Adjektiven im Luxemburgischen oder das häufigere Vorkommen von Fugenelementen – Aachtelsfinal vs. Achtelfinale) uvm. Neben der Erarbeitung von u.a. für den Schulunterricht unverzichtbaren grammatischem Rüstzeug, sollen die Analysen dann auch dazu dienen, eine Sensibilisierung zu schaffen, um Interferenzen aus der einen in die andere Sprache erkennen zu können.

Leistungsnachweis: Referat/Hausarbeit

ECTS: 4

Hinweis: Die Veranstaltung wird auch im Rahmen des Germanistik-Studiums (in Modul IX.1) anerkannt.

Plang vum Semester

Alle ReferentInnen müssen vor dem Referat mit mir über den Aufbau des Referats sprechen.

Semaine de l'année

Semaine de cours

Date

Thema

Zuständigkeit

39

1

25.09.2006

Einführung

 

40

2

02.10.2006

Was ist eigentlich Grammatik?

 

41

3

09.10.2006

Vorstellung des ‚Sprachbuchs’

J.-P. Hurt

42

4

16.10.2006

Substantive: Plural

A. Ouardalitou

43

5

23.10.2006

Substantive: Genus und Kasus

M. Goergen

44

6

30.10.2006

Substantive: Wortbildung

E. Schmit

45

7

06.11.2006

Adjektive

I. Baumann

46

8

13.11.2006

Artikel, Pronomen und Nominalgruppe

J. Eiffes

47

9

20.11.2006

Verben: Grundsätzliches

 

48

10

27.11.2006

Verben: Präsens

 

49

11

04.12.2006

Verben: Partizipien, Modus

S. Roob

50

12

11.12.2006

Verben: Genus Verbi

 

51

13

18.12.2006

Verben : Präteritopräsentien

O. Garofalo

52

 

Vacances de Noël

 

1

 

Vacances de Noël

 

2

14

08.01.2007

Fugenelemente

A. Humbert

3

Préparation aux examens

 

4

Examen s

22/01/07 au 03/02/07

   

5

Materialien

Handouts, Präsentationen der Referate

  • Wortbildung des Substantivs (Eric Schmit, PDF )
  • Adjektive (Isabell Baumann, PDF )
  • Artikel, Pronomen (Jennifer Eiffes, PDF )

Organisation

  • Anwesenheitspflicht (bei Fehlen vorher per Email, Telefon … entschuldigen)
  • Mitarbeitspflicht
  • zu einzelnen Sitzungen werden kleinere Hausaufgaben angefertigt
  • Referate (genaue Absprache des Themas in meiner Sprechstunde oder per Email; nicht ablesen; gut vorbereiten; interaktiv: Zuhörer einbeziehen (Diskussion, Aufgaben …)
  • Prüfungsleistung 4 ECTS (= 4 * 30 h = 120 h Arbeitsaufwand)
  • Hausarbeit (wenn Referat gehalten: 10 Seiten, wenn kein Referat gehalten: 15 Seiten)
  • Zum formalen Aufbau von Referat und Hausarbeit vgl. die umfangreichen Informationen und Anweisungen von D. Nübling unter: http://www.germanistik.uni-mainz.de/new_html/_historische/Mitarbeiter/d_nuebling/pdf/_hausarbeiten.pdf .

Literatur (*** = besonders relevant)

Diese Literaturangaben sind lediglich erste Anlaufstellen zur Beschreibung grammatischer Phänomene im Luxemburgischen und Deutschen. Um detailliertere Informationen zu erhalten, müssen Sie ausführlicher bibliographieren. Für das Luxemburgische existiert generell nur wenig Fachliteratur, die aber über http://biblio.linguistik.lu/ (‚Bibliographie zur Luxemburgischen Linguistik’) online recherchiert werden kann.

Eine sehr hilfreiche Onlineressource zur grammatischen Analyse und Terminologie des Deutschen ist GRAMMIS (‚Grammatisches Informationssystem’; erreichbar unter http://hypermedia.ids-mannheim.de ).

Bertrang, Alfred (1921): Grammatik der Areler Mundart. - Bruxelles: Lamertin - Hayez. (Académie Royale de Belgique. Classe des lettres et des sciences morales et politiques. Mémoires. Deuxième Série XV).

Bruch, Robert (1968): Précis populaire de grammaire luxembourgeoise (= Luxemburger Grammatik in volkstümlichen Abriss). - In: Bulletin liguistique et ethnologique H. 12/14, 175 S. - Luxembourg: Linden. (Section de linguistique, de folklore et de toponymie/Institut Grand-Ducal).

Dammel, Antje (2006): Präteritopräsentia im Luxemburgischen - Eigenwege einer verbalflexivischen Sonderklasse. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 139-169. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25).

DUDEN (2005). Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. - Mannheim: Bibliographisches Institut.

Eisenberg, Peter (1998): Grundriß der deutschen Grammatik. Das Wort. - Stuttgart: Metzler.

Eisenberg, Peter (1999): Grundriß der deutschen Grammatik. Der Satz. -Stuttgart: Metzler.

Glaser, Elvira (2006): Zur Syntax des Lëtzebuergeschen: Skizze und Forschungsprogramm. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 227-246. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25).

*** Hentschel, Elke/Weydt, Harald (2003): Handbuch der deutschen Grammatik. 3. Auflage. Berlin/New York: de Gruyter.

Krier, Fernande (2002): Proklitika und Enklitika im Letzebuergeschen. - In: Dialectologia et Geolinguistica 10, S. 41-58.

Moulin, Claudine (2006): Grammatisierung und Standardisierung des Luxemburgischen. Eine grammatikographisch-sprachhistorische Annäherung. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 305-339. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25).

Nübling, Damaris (2001): Wechelsflexion Luxemburgisch - Deutsch kontrastiv. ech soen - du sees/si seen vs. ich sage, du sagst, sie sagt. Zum sekundären Ausbau eines präsentischen Wurzelvokals im luxemburgischen. - In: Sprachwissenschaft 26, S. 433-472.

Nübling, Damaris (2005): Von in die über in'n und ins bis im. Die Klitisierung von Präposition und Artikel als "Grammatikalisierungsbaustelle". - In: Grammatikalisierung im Deutschen. Hrsg. von Torsten Leuschner, Tanja Mortelmans, Sarah De Groodt , S. 105-131. - Belin - New York: de Gruyter. (Linguistik - Impulse &Tendenzen 9).

Nübling, Damaris (2006a): Auf Umwegen zum Passivauxiliar - Die Grammatikalisierungspfade von GEBEN, WERDEN, KOMMEN und BLEIBEN im Luxemburgischen, Deutschen und Schwedischen. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 171-201. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25).

Nübling, Damaris (2006b): Zur Entstehung und Struktur ungebändigter Allomorphie: Pluralbildungsverfahren im Luxemburgischen. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 107-125. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25). Schanen, François (1984): D’Lëtzebuerger Platt. - In: Vergleichende Grammatik Französisch - Deutsch. Teil 2. L'économie de la langue et le jeu de la parole. Hrsg. von Jean-Marie Zemb, S. 355-383 [nur Rectoseiten]. - Mannheim -Wien: Bibliographisches Institut. (Duden-Sonderreihe vergleichende Grammatiken 1).

Schanen, François (2004): Parlons Luxembourgeoise. Paris: Harmattan.

Schanen, François (2006): Kréien (+ Partizip II) im Lëtzebuergeschen. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 203-225. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25).

*** Schanen, François/Zimmer, Jacqui (2006): 1,2,3 Lëtzebuergesch Grammaire. Esch-sur-Alzette: Schortgen.

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