| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Luxemburgisch/Deutsch - kontrastivEs ist das Ziel des Seminars, einen grundlegenden Überblick über das grammatische System des Luxemburgischen zu erhalten, indem ein Vergleich mit dem Standarddeutschen unternommen wird. Obwohl es sich bei beiden um germanische Sprachen handelt, die zudem eine sprachhistorische und strukturelle Nähe zueinander aufweisen, lassen sich eine Reihe von Phänomenen entdecken, die auf eine massive Auseinanderentwicklung hindeuten. Ausgehend vom ‚Handbuch der deutschen Grammatik’ von Hentschel/Weydt (Berlin, New York 22003) sollen Grammatikausschnitte für das Luxemburgische erstellt werden, die in einem folgenden Schritt auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede überprüft werden. Mögliche Themenkomplexe sind z.B. das Artikelsystem, die Adjektivflexion, die Pluralbildung der Nomen, die Verteilung der Genera im Lexikon, die Ausnutzung von Wortbildungsverfahren (vgl. z.B. das Fehlen von –bar-Adjektiven im Luxemburgischen oder das häufigere Vorkommen von Fugenelementen – Aachtelsfinal vs. Achtelfinale) uvm. Neben der Erarbeitung von u.a. für den Schulunterricht unverzichtbaren grammatischem Rüstzeug, sollen die Analysen dann auch dazu dienen, eine Sensibilisierung zu schaffen, um Interferenzen aus der einen in die andere Sprache erkennen zu können. Leistungsnachweis: Referat/Hausarbeit ECTS: 4 Hinweis: Die Veranstaltung wird auch im Rahmen des Germanistik-Studiums (in Modul IX.1) anerkannt.
Plang vum SemesterAlle ReferentInnen müssen vor dem Referat mit mir über den Aufbau des Referats sprechen.
MaterialienHandouts, Präsentationen der Referate
Organisation
Literatur (*** = besonders relevant)Diese Literaturangaben sind lediglich erste Anlaufstellen zur Beschreibung grammatischer Phänomene im Luxemburgischen und Deutschen. Um detailliertere Informationen zu erhalten, müssen Sie ausführlicher bibliographieren. Für das Luxemburgische existiert generell nur wenig Fachliteratur, die aber über http://biblio.linguistik.lu/ (‚Bibliographie zur Luxemburgischen Linguistik’) online recherchiert werden kann. Eine sehr hilfreiche Onlineressource zur grammatischen Analyse und Terminologie des Deutschen ist GRAMMIS (‚Grammatisches Informationssystem’; erreichbar unter http://hypermedia.ids-mannheim.de ). Bertrang, Alfred (1921): Grammatik der Areler Mundart. - Bruxelles: Lamertin - Hayez. (Académie Royale de Belgique. Classe des lettres et des sciences morales et politiques. Mémoires. Deuxième Série XV). Bruch, Robert (1968): Précis populaire de grammaire luxembourgeoise (= Luxemburger Grammatik in volkstümlichen Abriss). - In: Bulletin liguistique et ethnologique H. 12/14, 175 S. - Luxembourg: Linden. (Section de linguistique, de folklore et de toponymie/Institut Grand-Ducal). Dammel, Antje (2006): Präteritopräsentia im Luxemburgischen - Eigenwege einer verbalflexivischen Sonderklasse. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 139-169. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25). DUDEN (2005). Grammatik der deutschen Gegenwartssprache. - Mannheim: Bibliographisches Institut. Eisenberg, Peter (1998): Grundriß der deutschen Grammatik. Das Wort. - Stuttgart: Metzler. Eisenberg, Peter (1999): Grundriß der deutschen Grammatik. Der Satz. -Stuttgart: Metzler. Glaser, Elvira (2006): Zur Syntax des Lëtzebuergeschen: Skizze und Forschungsprogramm. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 227-246. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25). *** Hentschel, Elke/Weydt, Harald (2003): Handbuch der deutschen Grammatik. 3. Auflage. Berlin/New York: de Gruyter. Krier, Fernande (2002): Proklitika und Enklitika im Letzebuergeschen. - In: Dialectologia et Geolinguistica 10, S. 41-58. Moulin, Claudine (2006): Grammatisierung und Standardisierung des Luxemburgischen. Eine grammatikographisch-sprachhistorische Annäherung. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 305-339. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25). Nübling, Damaris (2001): Wechelsflexion Luxemburgisch - Deutsch kontrastiv. ech soen - du sees/si seen vs. ich sage, du sagst, sie sagt. Zum sekundären Ausbau eines präsentischen Wurzelvokals im luxemburgischen. - In: Sprachwissenschaft 26, S. 433-472. Nübling, Damaris (2005): Von in die über in'n und ins bis im. Die Klitisierung von Präposition und Artikel als "Grammatikalisierungsbaustelle". - In: Grammatikalisierung im Deutschen. Hrsg. von Torsten Leuschner, Tanja Mortelmans, Sarah De Groodt , S. 105-131. - Belin - New York: de Gruyter. (Linguistik - Impulse &Tendenzen 9). Nübling, Damaris (2006a): Auf Umwegen zum Passivauxiliar - Die Grammatikalisierungspfade von GEBEN, WERDEN, KOMMEN und BLEIBEN im Luxemburgischen, Deutschen und Schwedischen. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 171-201. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25). Nübling, Damaris (2006b): Zur Entstehung und Struktur ungebändigter Allomorphie: Pluralbildungsverfahren im Luxemburgischen. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 107-125. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25). Schanen, François (1984): D’Lëtzebuerger Platt. - In: Vergleichende Grammatik Französisch - Deutsch. Teil 2. L'économie de la langue et le jeu de la parole. Hrsg. von Jean-Marie Zemb, S. 355-383 [nur Rectoseiten]. - Mannheim -Wien: Bibliographisches Institut. (Duden-Sonderreihe vergleichende Grammatiken 1). Schanen, François (2004): Parlons Luxembourgeoise. Paris: Harmattan. Schanen, François (2006): Kréien (+ Partizip II) im Lëtzebuergeschen. - In: Perspektiven einer linguistischen Luxemburgistik. Studien zu Diachronie und Synchronie. Hrsg. von Claudine Moulin und Damaris Nübling, S. 203-225. - Heidelberg: Winter. (Germanistische Bibliothek 25). *** Schanen, François/Zimmer, Jacqui (2006): 1,2,3 Lëtzebuergesch Grammaire. Esch-sur-Alzette: Schortgen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||