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Grenzraumforschung: Auftaktkonferenz für wissenschaftliches Netzwerk

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Published on Thursday, 25 October 2018

Am Mittwoch, den 24. Oktober 2018 haben sechs Universitäten der Großregion ihr Projekt „UniGR-Center for Border Studies“ öffentlich vorgestellt. Die Auftaktkonferenz stand unter dem Titel „Border Studies – auf dem Weg zu einem Exzellenz-Wissenschaftsnetzwerk“.

Die Auftaktkonferenz stand unter dem Titel „Border Studies – auf dem Weg zu einem Exzellenz-Wissenschaftsnetzwerk“.

Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Interreg VA Großregion Programms bis 2020 mit knapp zwei Millionen Euro gefördert. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 3,6 Millionen Euros. Die Universität der Großregion (UniGR), zu denen die Universitäten Lüttich, Luxemburg, Trier, Kaiserslautern, Lothringen und des Saarlandes gehören, will damit ein „Europäisches Zentrum für Grenzraumforschung“ aufbauen.

Rund 80 Wissenschaftler aus vier Ländern beteiligen sich am „UniGR-Center for Border Studies“, dessen Ziel es ist, über Grenzen und Grenzraumfragen in der Großregion zu forschen sowie grenzüberschreitende akademische Bildung und den Austausch mit der Zivilgesellschaft und politischen Akteuren zu ermöglichen.

“Das Projekt bündelt Expertisen und schafft geeignete Voraussetzungen für eine nachhaltige Positionierung der Großregion in einem aufstrebenden Wissenschaftsfeld.“, erklärt Dr. Christian Wille, wissenschaftlicher Koordinator des Projekts. „es gibt eine Vorgeschichte zur Neugeburt dieses Projektes.“

Erste strategische Maßnahmen beinhalten unter anderem:

  • Eine Online-Datenbank wissenschaftlicher Texte und Ressourcen
  • Ein dreisprachiges Glossar, wesentlich für die Lehre und Forschung in einem dreisprachigen Raum
  • Eine Veranstaltungsreihe „Forum Großregion“ – bis 2020 sollen sechs dieser Podiumsdiskussionen stattfinden
  • Zweitägige Seminare für Grenzraumforscher
  • Eine gemeinsame Lernplattform für die Universitäten der Großregion, die die Zusammenarbeit von Studierenden und Forschenden im Bereich Border Studies erheblich erleichtert.

 

Karl-Heinz Lambertz, Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen, führte weiter aus: „Ein Drittel der europäischen Bevölkerung lebt in Grenzregionen. Grenzregionen sind wahre Laboratorien der europäischen Integration. Mit seinem Erfahrungshintergrund trägt das UniGR-Center for Border Studies dazu bei, Grenzen als Ressourcen für die Bürgerinnen und Bürger auf beiden Seiten zu erschließen.“

Bei der Tagung wurden verschiedene Arbeitsfelder des Zentrums in Form von Kurzvorträgen vorgestellt, während die Ausstellung „Expo Border Studies“ einige Projekte der beteiligten Wissenschaftler illustrierte. Zudem berichtete die luxemburgische Künstlerin Clio van Aerde von ihrer Performance „On line“ entlang der luxemburgischen Grenze.

Zu den Ehrengästen der Eröffnungsveranstaltung gehörten neben Karl-Heinz Lambertz auch Olivier Baudelet von der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur der Großregion nahmen teil.