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Mediävistik 

 

Die germanistische Mediävistik der Universität Luxemburg widmet sich der älteren deutschen Sprache und Literatur vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit.

In dieser Zeitspanne sind politische, religiöse und kulturell-geistige Entwicklungen erkennbar, die Europa bis heute entscheidend prägen und die Wurzeln der europäischen Identität(en) bilden. Als fundamental kann etwa die Etablierung und Tradierung gesamteuropäischer Schriftkultur und Literaturmuster gelten. Stoffe (Mythen, Sagen) werden in dieser Zeit geformt und bilden ein abrufbares Wissen, das Kommunikationsgemeinschaft(en) definiert. Exemplarisch hierfür stehen der nicht nur für Luxemburg relevanteMelusine-Stoff sowie die im späten 13. Jahrhundert entstandene ReimvitaYolanda von Vianden,sondern insbesondere  die Geschichten um König Artus, das Nibelungenlied, Dichter wie Wolfram von Eschenbach, Walther von der Vogelweide oder Hartmann von Aue. Sie prägen eine der bedeutendsten literarischen Blütezeiten deutschsprachiger Literatur.

Das besondere Interesse der Luxemburger Mediävistik liegt in den Bereichen der diachronen Interkulturalität (s. Schwerpunkt Interkulturalität) sowie in der Mittelalterdidaktik für die Sekundarstufe (s. Master en Enseignement Secondaire). Ziel dieser Schwerpunktsetzung ist es u.a., die germanistische Mediävistik in interdisziplinärer (Medienwissenschaften, Geschichtswissenschaft) wie auch in diachroner Perspektive zu öffnen.

Die Mediävistik pflegt einen engen Austausch mit internationalen Partneruniversitäten, etwa im Rahmen von Projektarbeiten (Erasmus+ TALC_me), und Kooperationen mit dem Ziel, die europaweite Vernetzung der mediävistischen Lehr- und Forschungseinrichtungen aktiv voranzutreiben und zu intensivieren.

 

Ansprechpartnerin: Dr. Amelie Bendheim (amelie.bendheim@uni.lu)