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Multiling

Projektbeschreibung:

Identitätskonstruktion in mehrsprachiger Literatur: Ein Vergleich zwischen Belgien, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden (Multiling)

Die Mitgliedstaaten der EU sind von sehr unterschiedlichen Sprachkonstellationen geprägt: Neben offiziell einsprachigen Nationalstaaten wie Deutschland stehen das polyglotte Luxemburg und von Streitigkeiten geprägte mehrsprachige Länder wie Belgien. Allgemein können unterschiedliche Auffassungen von Sprache und Sprachlichkeit kulturelle Konflikte erzeugen oder zumindest widerspiegeln, denn sie stehen häufig mit ebenso unterschiedlichen Strategien der Identitätskonstruktion in Verbindung. Das Projekt „Multiling“ untersucht diese Verbindung von sprachlicher und kultureller Identifizierung am Beispiel mehrsprachiger literarischer Texte der Gegenwart.

Für die funktional ausdifferenzierten Gesellschaften der Gegenwart stellen die Künste, und die Literatur insbesondere, einen Ort dar, an dem einander widerstreitenden und ansonsten von einander entkoppelte Semantiken, Politiken und gesellschaftliche Sphären miteinander ins Gespräch gebracht werden können. Die Untersuchung mehrsprachiger literarischer Texte der Gegenwart, wie sie etwa für die Literatur mehrsprachiger Staaten wie Luxemburg oder für das Schreiben von Autoren mit einem interkulturellen Hintergrund charakteristisch ist, verspricht daher neue Einsichten in (alte wie neue) Arten und Weisen, kulturelle Identität zu konstituieren.

Regional legt das Projekt einen Schwerpunkt auf Texte aus und über Luxemburg, Deutschland, die Niederlande und Belgien. Damit geraten unterschiedliche sprachpolitische Konstellationen von Ein- und Mehrsprachigkeit und unterschiedliche soziale Hintergrundkonfigurationen in den Blick, womit zugleich eine nicht unerhebliche Bandbreite an literarischer Diversität aufgetan wird.

Um die Komplexität eines solchen multinationalen Vergleichs bewältigen zu können, ist die Zusammenarbeit von Partnern aus mehreren Ländern erforderlich. Das Projekt wird daher in Zusammenarbeit mit der Katholieke Universiteit Leuven, der Universiteit Leiden,und der Universität Duisburg-Essen durchgeführt.

Das Projekt wird im Rahmen des CORE-Programms vom Fonds National de la Recherche Luxembourg gefördert. Der Projektstart war der 15.10.2011, Förderungsende ist der 14.10.2014.

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