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Theater 

 

Das Feld des Theaters ist in mehrfacher Hinsicht ein wichtiger und elementarer Bestandteil der Literatur- und Kulturwissenschaft: Obwohl die Dramatik eine der drei literarischen Gattungen darstellt, wird ihr zentrales gattungsspezifisches Merkmal, die theatrale Aufführung, häufig unterschlagen. Die literaturwissenschaftliche Beschäftigung mit einem Drama/Theatertext muss jedoch immer auch seine jeweiligen historischen und gegenwärtigen theatralen Realisierungen unter aufführungsanalytischen Aspekten in den Blick nehmen. Dabei ist in Rechnung zu stellen, dass das Theater als Ort der Versammlung und der (interkulturellen) Interaktion von Akteuren und Publikum ein sozialer und politischer Ort ist – hier können sich Menschen gegenseitig beim Handeln zusehen, direkt reagieren und Einfluss nehmen.

Die Besonderheit der Beschäftigung mit dem Theater in Forschung und Lehre im BCE – Germanistik besteht in der interkulturellen Perspektive, die sowohl für die dramen- und aufführungsanalytischen Untersuchungen als auch für die damit einhergehenden gesellschaftspolitischen Fragestellungen maßgeblich ist. Die regelmäßig stattfindende, öffentliche Vortragsreihe 'Theater International' und der binationale Masterstudiengang Theaterwissenschaft und Interkulturalität vertiefen und erweitern diesen Fokus. Darüber hinaus eröffnet der Umstand, dass Kulturen mehr und mehr auf Inszenierungen und Aufführungen basieren – und nicht lediglich auf Texten und Artefakten –, ein Forschungsfeld für interdisziplinäre und kulturtheoretische Fragestellungen.

Die theaterwissenschaftliche Forschung und Lehre beruhen auf einer intensiven Kooperation mit den Theatern und Theaterschaffenden der Großregion (s. Partner) in Form gemeinsamer Projekte, aber auch in Form von Praxisseminaren und der Bereitstellung von Praktikumsplätzen. Im Zentrum steht dabei die enge Verzahnung von Theorie und Praxis, von kulturellem und gesellschaftspolitischem Leben und universitärer Forschung.

 

Ansprechpartnerin: Dr. Natalie Bloch (natalie.bloch@uni.lu)