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Laura Lakaff

Laura Lakaff
Postal Address Université du Luxembourg
2, Avenue de l'Université
L-4365 Esch-sur-Alzette

Laura Lakaff  M.A.

Doktorandin bei Prof. Dr. Georg Mein

Kurzer Lebenslauf

*28.12.1982 (Ettelbrück, Luxemburg)

Seit 04/2011
Dissertation bei Herrn Prof. Dr. Georg Mein an der Universität Luxemburg

2011
Freelance mediator im Musée d´art contemporain (Mudam)/Luxemburg und im Casino, forum d´art contemporain/Luxemburg

2009-2010
Internationale Studentenbetreuerin am Internationalen Zentrum der Universität Stuttgart/Deutschland

2009
Praktikum am Internationalen Zentrum der Universität Stuttgart/Deutschland

2005-2010
Studium an der Universität Helsinki/Finnland (Germanistik, Kunstgeschichte, Finnisch, Cultural Studies), Masterabschluss Juni 2010, Titel der Masterarbeit: Robert Walser und die Autobiographie

2008-2009
Deutschlehrerin an der französischen Schule, École Jule Verne in Helsinki/Finnland

2008
Hospitantin bei den Helsinki Filmfestspielen/Finnland
Praktikum im Musée d´art contemporain Grand-Duc Jean (MUDAM)/Luxemburg und im Casino, Forum d´art contemporain/Luxemburg

2007-2008
Englischlehrerin für Kindern bei 4kids Oy Helsinki/Finnland

2002-2005
Studium an der Martin-Luther Universität, Halle-Wittenberg/Deutschland, (Germanistische Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte)

2002
Abitur am Athénée de Luxembourg/Luxembourg 

Dissertationsvorhaben: Globalisierungsdiskurse und Kollektivsymbole in der zeitgenössischen Luxemburger Literatur. Roger Manderscheid, Jean Portante und Nico Helminger, ein Vergleich.

Die Globalisierungsdiskussion beschränkt sich im Moment vor allem auf die Wirtschaftswissenschaften und die Sozialwissenschaften. Bis dato wurden die Auswirkungen von Globalisierung auf Literatur sowie die Darstellung von Globalisierungseffekten und -debatten in literarischen Texten kaum berücksichtigt. Das vorliegende Dissertationsprojekt will dies anhand einer komparatistischen und multilingualen Studie bearbeiten. Das Projekt wird sich als Teil des KuGlo Projektes an der Universität Luxemburg auch auf die von der IDENT-Gruppe (Identités socio-culturelles et politiques identaires au Luxembourg) betriebene Untersuchung zu Kollektivsymbolen in der Großregion beziehen, wobei für diese Arbeit vor allem die Ergebnisse zu Luxemburg relevant sein werden.

Ein zentrales Anliegen dieser Arbeit wird es sein, luxemburgische Kollektivsymbole zu identifizieren und in einem Korpus zu erfassen. Analysiert werden vor allem die Kontinuität und Diskontinuität dieser Symbole, inwieweit sich diese Symbole verändern beziehungsweise auf den luxemburgischen Kontext  angepasst werden, sei dies durch die Autoren, von den Medien, der Politik, oder aber von den Bewohnern Luxemburgs selbst. Gibt es Symbole – und wenn ja welche sind es konkret? –, die von den Luxemburgern ›angenommen‹ wurden und deren Einfluss auf Identitätsbildungsprozesse klar nachweisbar ist?

Der literarische Korpus der speziell für diese Arbeit zusammengestellt wird, setzt sich vor allem aus Texten von Roger Manderscheid (schako klak, biller aus der kandheet. 1935-1945. 1988), Jean Portante (Le travail du poumon, 2007) und Nico Helminger (now here &nowhere oder den här io meng pei hätt mueres gär krewetten, 2007) zusammen und ermöglicht so durch die Wahl auf diese drei Autoren nicht nur eine thematische und persönliche Differenzierung des zu erforschenden Themas, sondern indem bewusst Texte in drei unterschiedlichen Sprachen ( luxemburgisch, deutsch und französisch) benutzt werden, auch eine Betonung und Gewichtigung auf Luxemburgs Multilingualität

Ziel der Arbeit ist die Analyse eines Korpus der luxemburgischen Gegenwartsliteratur, der mit Blick auf die Sprachensituation sowie den Stellenwert der Schriftsteller im literarischen Feld als repräsentativ angesehen werden kann. Der Fokus der Untersuchung liegt zunächst auf den Kollektivsymboliken, durch die der Globalisierungsdiskurs in den Texten in Szene gesetzt wird. Zugleich wird gefragt, inwieweit – gleichsam als Kehrseite dieses Phänomens – die Texte Applikationsvorlagen für Identitätskonstruktionen liefern, die traditionell ja eher national kodiert sind. Die Arbeit wird also die Frage beantworten, wie vor dem Hintergrund der Erosion des Nationalstaatlichen sich dennoch national kodierte Identitäten ausbilden können. Gerade die luxemburgische Literatur scheint für diese Fragestellung besonders prädestiniert zu sein, das aufgrund der multilingualen Situation des Landes die Frage, was eigentlich genau die luxemburgische Identität ausmacht, immer schon im Spannungsfeld von Regionalität und Globalität diskutiert wurde.

Die Motivation diese Dissertation zu schreiben ist eng mit dem Wunsch gekoppelt die Lesbarkeit und Lektüre der luxemburgischen Literatur zu fördern, genau wie die Identität meines Landes zu erforschen. Mich reizt die Auseinandersetzung mit luxemburgischer Literatur, da trotz großer Bemühungen die Forschung zu diesem Gegenstand noch relativ jung ist und sozusagen in den Kinderschuhen steckt. Diese Arbeit ist nicht nur für den akademischen Bereich relevant, sondern vor allem für den luxemburgischen Alltag. Luxemburg darf sich nicht auf populistisches Niveau begeben, sondern soll seine Probleme öffentlich und wissenschaftlich fundiert diskutieren und lösen.

Last updated on: Saturday, 14 May 2011