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Vortrag: Roboter zur flexiblen Fertigung kleiner Stückzahlen

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Published on Friday, 18 March 2016

Im Rahmen der „Jeudis des sciences“ stellt Prof. Dr. Peter Plapper am 24. März auf Campus Kirchberg die Herausforderungen einer flexiblen automatisierte Fertigung mit Robotern vor.

Industrieroboter versprechen einen hohen Produktivitätszuwachs in der Fertigung. Die Produktion zunehmend individualisierter Produkte mit einer hohen Anzahl an Varianten führt jedoch zu hohen Anforderungen an die Flexibilität des Fertigungssystems falls Handarbeit durch Roboter ersetzt werden soll. Es bedarf umfassender wissenschaftlicher Untersuchungen, um diese Produktionsprozesse anzupassen, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen.

In diesem Vortrag werden die Herausforderungen einer flexiblen automatisierten Fertigung anhand einiger Beispiele mit konkreten industriellem Hintergrund vorgestellt, zum Beispiel die Montage von Motoren in der Autoindustrie, die das Fügen von sowohl steifen als auch elastischen Bauteilen erfordert.

Die wirtschaftliche Automatisierung von flexiblen Prozessen insbesondere für geringe Stückzahlen ist jedoch eine Herausforderung: Halbautomatisierung oder Mensch-Roboter-Kollaboration sind die erfolgversprechenden Strategien, die im Vortrag eingehend erläutert werden.

Die Mensch-Roboter-Kollaboration erfordert neue Technologien zur dynamischen Verteilung der Arbeitsinhalte zwischen Arbeiter und Roboter. Die Automatisierung des Schleifens gekrümmter Oberflächen ist ein weiteres Beispiel, wie Forschung zu höherer Fertigungseffizienz beitragen kann.

Peter Plapper

 

Peter Plapper studierte Maschinenbau in Kaiserslautern. Für seine Dissertation an der RWTH Aachen erhielt er 1993 die Borchers-Medaille.

Ab 1994 nahm er verschiedene operative und strategische Aufgaben der Planung von Fertigungsanlagen und Einrichtungen bei Opel und General Motors in Europa und Amerika wahr. Sein Verantwortungsbereich umfasste u.a. die Entwicklung der globalen Fertigungsstrategie für Karosseriewerke sowie Fertig- und Endmontage; die Montage von Modulen in fünf Werken; Konzeption, Aufbau und Inbetriebnahme von Schweißanlagen für Karosserieteile und Chassiskomponenten; die Leitung der Serienplanung für alle Shops, und die Leitung der Entwicklung neuer Fertigungsverfahren für Europa.

Seit 2010 ist er Professor für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen an der Universität Luxemburg, wo er auch den „Master of Science in Engineering – Sustainable Product Creation“ leitet.

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Wann? Donnerstag, den 24. März 2016 um 17.30 Uhr
Wo? Auditoire B02, Campus Kirchberg
Kontakt: metaxy@uni.lu, mission culture scientifique et technique

© Michel Brumat / Universität Luxemburg 2011